Cannes - Filmfestival 1949

Reihe: Wettbewerb

Act of Violence

Directed by:   Fred Zinnemann, USA - 1948
Production: Metro-Goldwyn-Mayer - Producer: William H. Wright - Director: Fred Zinnemann - Scenario: Robert L. Richards - Story: Collier Young - Director of Photography: Robert Surtees - Composer: Bronislau Kaper - Cast: Van Heflin Frank Enley - Phyllis Thaxter Ann - Berry Kroeger Johnny - Robert Ryan Joe Parkson - Taylor Holmes Gavery - Janet Leigh Edith Enley - Mary Astor Pat -
Synopsis in German: Frank Enley ist in der neuen Siedlung der kleinen mittelamerikanischen Stadt so etwas wie ein Volksheld, im Krieg hat er die Gefangenschaft der Nazis überlebt und jetzt hat er sich für den Aufbau der Siedlung eingesetzt. Und da steigt aus der Buslinie ein leicht hinkender Mann aus, der Frank töten will: er kennt die wahre Geschichte Franks, der seine Kameraden im Gefangenenlager an die SS verraten hatte und zum Kollaborateur wurde.... (Pressetext)
Reviews in German: "Rachekrimi und doppelbödiges Psychodrama" (Gong)

"Raffiniert setzt Zinnemann die Elemente des FILM NOIRs ein, um die Atmosphäre der amerikanischen Kleinstadt zu schildern, in welcher sich die Schlinge immer stärker um den Hals des Kollaborateurs zuzieht. Wie ein Leitmotiv geht der schlurfende Gang akustisch durch den Film als Symbol der stets wachsenden Bedrohung. Der überraschende Schluss mag wohl ein Zugeständnis an die wachsamen Augen der Zensoren gewesen sein." (lhg)
Remarks and general Information: "Mit raffinierten Licht- und Schatteneffekten, hintergründigen visuellen und akustischen Symbolen und dem geschickten Wechsel aus bedrückend engen Innenräumen zu nächtlicher Grosstadtöde erzeugt der aus Österreich stammende Hollywood-Regisseur Fred Zinnemann (1907-1997) in diesem Drama zweier schicksalhaft verstrickter Opfer des Kriegs eine Atmosphäre quälender Angst und beklemmender Spannung: ein psychologischer Thriller, der sich zu einem klaustrophobischen Albtraum mit unerwartetem Ausgang verdichtet und ein typischer Vertreter des amerikanischen FILM NOIR" (ARD Presse)

Fred Zinnemann: "This was the last movie I directed for MGM, and the first time I felt confident that I knew what I was doing and why I was doing it. Personally, I like this picture very much." (cit. Diagonale)

Der Apfel ist ab

(The Original Sin), Directed by:   Helmut Käutner, Germany - 1948
Unit / Location Manager: Otto Reinwald - Kurt Paetz - Director: Helmut Käutner - Scenario: Bobby Todd - Helmut Käutner - Cast: Arno Assmann - Paul Dahlke - Bobby Todd - Bettina Moissi - Helmut Käutner Professor / Petrus - Margarete Haagen - Joana Maria Gorvin - Rudolf Vogel -

Eine grosse Liebe

Directed by:   Hans Bertram, Germany - 1949
Director: Hans Bertram - Scenario: Hans Bertram - Gisela Uhlen - Cast: Gisela Uhlen - Barbara Bertram - Elisabeth Flickenschildt - Rüdiger von Spiess - Erika von Thellmann - Gustav Waldau -

Eroica

Directed by:   Walter Kolm-Veltée, Austria - 1950
Producer: Karl Hartl Künstlerische Oberleitung - Director: Walter Kolm-Veltée - Director of Photography: Hannes Staudinger - Cast: Ewald Balser Beethoven - Judith Holzmeister Giulietta - Dagny Servaes Karls Mutter - Nadja Tiller - Oskar Werner Karl -

Främmande Hamn

(Foreign Harbour), Directed by:   Hampe Faustman, Sweden - 1948
Production: Sandrew Film AB - Producer: Rune Waldekranz - Director: Hampe Faustman - Scenario: Herbert Grevenius - Story: Josef Kjellgren Play "Unknown Swedish Soldier" - Director of Photography: Carl Edlund - Composer: Carl-Olof Anderberg - Editor: Lennart Wallén - Art Director: P.A. Lundgren - Cast: Birger Lesander Koch - Jan Molander Fracht Agent - Henake Schubak Toivo - Georg Skarstedt Strandmark - Carl Ström Erster Ingenieur - Alexander von Baumgarten Dirty Dick - Emanuel Warhaftig Polizei Offizier - Anders Andelius Norwegischer Junge - Sten Larsson Unbekannter Mann - Stig Johansson Jerker - Josua Bengtsson Matrose - Fritiof Billquist Erster Mat - Anders Börje Christian - Georg Fant Hakan, ein Matrose - Åke Fridell Steward - Nils Hallberg - Gösta Holmström Zweiter Mat - Adolf Jahr Kapitän - Janina Das unschuldige Mädchen - Stig Järrel - Illona Wieselmann Mimi, ein jüdischer Flüchtling -

House of strangers

Directed by:   Joseph L. Mankiewicz, USA - 1949
Producer: Sol C. Siegel - Director: Joseph L. Mankiewicz - Assistant Director: William Eckhardt - Scenario: Philip Yordan - Joseph L. Mankiewicz retakes - Based on : Jerome Weidman (novel) - Director of Photography: Milton R. Krasner - Composer: Daniel Amfitheatrof - Stand Photos: Jerry Milligan - Cast: Hope Emerson Helena Domenico - Esther Minciotti Theresa Monetti - Tito Vuolo Lucca - Diana Dill Elaine Monetti (AKA Diana Douglas) - Efrem Zimbalist jr. Tony Monetti - Paul Valentine Pietro Monetti - Edward G. Robinson Gino Monetti - Debra Paget Maria Domenico - Susan Hayward Irene Bennett - Richard Conte Max Monetti - Luther Adler Joe Monetti -

L' Amorosa Menzogna

Directed by:   Michelangelo Antonioni, Italy - 1949
Production: Filmus - Director: Michelangelo Antonioni - Director of Photography: Giovanni Ventimiglia - Composer: Giovanni Fusco -

La Mura di Malapaga

(Beyond the Gates), Directed by:   René Clément, France, Italy - 1949
Production: Francinex, Paris - Italia Produzione - Distribution: Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) - Producer: Geo Giorgio Agliani - Italia Produzione - Alfredo Guarini - Francinex, Paris - Production Manager: Geo Giorgio Agliani - Jean Jeannin - Director: René Clément - Assistant Director: Claude Clément - Pierre Chevalier - Alessandro Fersen - Sergio Grieco - Piero Filippone - Scenario: Cesare Zavattini - Suso Cecchi d'Amico - Jean Aurenche - Pierre Bost - Alfredo Guarini - Director of Photography: Louis Page - Composer: Roman Vlad - Editor: Mario Serandrei - Art Director: Piero Filippone - Luigi Gervasi - Make-Up: Euclide Santoli - Cast: Fulvia Fulvi Laura, la petite voisine / Laura, la piccola vicina (/xx/) - Claudio Ermelli Le curé / Il prete (/xx/) - Carlo Tamberlani Le commissaire - Valentina Frascaroli - Robert Dalban Le marin - Vera Talchi Cecchina, la fille de Marta - Isa Miranda Marta Manfredini - Jean Gabin Pierre Arrignon - Andrea Checchi Giuseppe, le mari de Marta - Agnese Dubbini La patronne de l - Marietta Campello (/xx/) - Vittorio Duse L'agent - Renato Malavasi Le dentiste - Checco Rissone Le faux-monnayeur - Ave Ninchi Maria, la voisine - Giuseppe Garello (/xx/) - Franca Lumachi (/xx/) - Gino Passarelli (/xx/) - Franco Pesce (/xx/) - Ermanno Randi Un agent de police / Un - Michele Riccardini Le patron du restaurant / Il padrone dell - Dina Romano La fleuriste / La fioraia (/xx/) - Giulio Tomasini (/xx/) - Pietro Tordi (/xx/) - Alessandro Fersen (/xx/) -
Synopsis in German: Pierre hat im Affekt seine Freundin getötet. Als blinder Passagier versucht er nun, von Nizza aus auf einem Frachtschiff nach Südamerika zu gelangen. Bei einem Zwischenstop in Genua verlässt er das Schiff, um einen Zahnarzt aufzusuchen. Ohne Geld und der Sprache nicht mächtig, irrt Pierre durch das düstere Hafenviertel der vom Krieg gezeichneten Stadt. Schliesslich nimmt sich seiner die halbwüchsige Jeanine an. In einer Hafenkneipe lernt er Jeanines Mutter kennen. Auch sie ist eine Flüchtige. Mit ihrer kleinen Tochter floh sie vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Obwohl Pierre kein Geld hat - um das prellte ihn ein Strassenhändler - bedient sie den sympathischen Fremden. Als es Pierre nicht gelingt, sich wieder ins Hafenviertel einzuschmuggeln, klopft er an Marlies Wohnungstür. Er sucht nicht nur eine Bleibe für die Nacht, sondern auch einen Menschen, dem er sich in seiner seelischen Not anvertrauen kann. Ihr Verständnis und Vertrauen geben Pierre ein Stück Hoffnung zurück. Doch Jeanine, eifersüchtig auf den Eindringling, lässt nichst unversucht, ihn zur Abreise zu bewegen. Als sie aber spürt, wie sehr ihre Mutter diesem Mann zugetan ist, versucht sie, Pierre zu warnen, als ihm die Polizei auf der Spur ist. Während Jeanine ihr "Vorsicht Pierre !" an die Kaimauern malt, geniessen Marlie und Pierre eine Nacht des Glücks. (mdr Presse)
Remarks and general Information: René Cléments Film folgt streng den Regeln des italienischen Neorealismus und entwirft dabei eine beeindruckende Studie über das verzweifelte Sehnen nach Geborgenheit und Glück in einer Welt, die nur Armut und Enttäuschung kennt. Mit "Die Mauern von Malapaga" konnte Jean Gabin endlich wieder an seine Erfolge der 30er Jahre anknüpfen. Er und Isa Miranda spielen ihre Rollen unter Vermeidung jeglicher Klischees. Auf den Filmfestspielen in Cannes 1949 wurde der Film, der auch unter dem Titel "Aufenthalt in Genua" bekannt ist, mit einer Goldenen Palme für die beste Regie und einer Goldenen Palme für Isa Miranda ausgezeichnet. Ein Jahr später erhielt der Film den Ehren-Oscar für den besten fremdsprachigen Film. (mdr)

Le rendez-vous de juillet

Directed by:   Jacques Becker, France - 1949
Director: Jacques Becker - Cast: Alexandre Astruc - Françoise Arnoul (/xx/) - Daniel Gélin - Brigitte Auber - Pierre Trabaud - Maurice Ronet - Philippe Mareuil -

One Woman's Story

(The Passionate Friends), Directed by:   David Lean, Great Britain - 1949
Director: David Lean - Scenario: David Lean - Cast: Isabel Dean Pat - Trevor Howard Steven - Claude Rains Howard - Ann Todd Mary -

Die Buntkarierten

Directed by:   Kurt Maetzig, German Democratic Republic - 1949
Director: Kurt Maetzig - Scenario: Berta Waterstradt - Based on : Berta Waterstradt "Während der Stromsperre" - Director of Photography: Karl Plintzner - Friedl Behn-Grund - Composer: H.W. Wiemann - Costume Design: Walter Schulze-Mittendorf - Cast: Hans Klering Anton , Bursche des Majors - Willi Rose - Elisabeth Wendt - Ilva Günten Agathe von Markenbrunn - Herbert Hübner Major von Markenbrunn - Hans Joachim Schoelermann - Else Reval - Yvonne Sturm Erika Schmiedecke - Camilla Spira Guste Schmiedecke - Ursula Diestel Frieda - Friedrich Gnass Ururgroßvater von Christel - Hanni Herter Suse - Werner Hinz Paul Schmiedecke - Brigitte Krause Christel - Kurt Liebenau Hans Schmiedecke - Lieselotte Lieck Ururgroßmutter von Christel - Carsta Löck Emma - Yvonne Merin Marie - Waltraud Kramm -
Reviews in German: "Lebendig und gradlinig dargestellte Menschenschicksale. Künstlerisch eindrucksvoll." (film-dienst)

Occupe-toi d'Amélie!

(Occupati di Amelia!), Directed by:   Claude Autant-Lara, France - 1949
Production: Luxfilms Paris - Luxfilms Roma - Production Manager: Louis Wipf - Director: Claude Autant-Lara - Assistant Director: Ghislaine Auboin - 2nd Unit Regie: Albert-Michel - Scenario: Pierre Bost - Jean Aurenche - Story: Georges Feydeau play - Director of Photography: André Bac - Jacques Natteau Assistenz - Composer: René Cloerec - Editor: Madeleine Gug - Art Director: Max Douy - Costume Design: Jeanne Lafaurei - Catherine - Sound Engineer: William R. Sivel - Cast: Robert Le Béal - Henri Lavergne - Colette Ripert - Primerose Perret - Victor Guyau Van Putzboum - Lucienne Granier - Roland Armontel Gén. Koschnadieff - Marcelle Arnold - Grégoire Aslan Prince de Palestrie - Robert Auboyneau - André Bervil Etienne - Louise Conte - Danielle Darrieux Amélie - Paul Demange - Jean Desailly Marcel - Ch Deschamps Bürgermeister - Richard Francoeur - Yvernes -

Retour à la vie

Directed by:   Jean Dréville, France - 1949
Director: André Cayatte - Henri-Georges Clouzot - Georges Lampin - Jean Dréville - Scenario: Charles Spaak - Cast: Bernard Blier - Héléna Manson - Lucien Nat -

Riso Amaro

(Bitter Rice), Directed by:   Giuseppe De Santis, Italy - 1949
Production: Lux Film, Roma - Distribution: Schorcht Filmverleih Gmbh : Deutschland - Producer: Dino De Laurentiis - Production Supervisor: Fernando Pisani - Production Manager: Luigi de Laurentis - Director: Giuseppe De Santis - Assistant Director: Gianni Puccini - Piero Nelli - Basilio Franchina - Scenario: Corrado Alvaro - Mario Monicelli - Gianni Puccini - Ivo Perilli - Franco Monicelli Dialoge - Giuseppe De Santis - Carlo Musso - Carlo Lizzani - Story: Giuseppe De Santis - Carlo Lizzani - Gianni Puccini - Director of Photography: Otello Martelli - Composer: Goffredo Petrassi - Editor: Gabriele Varriale - Art Director: Carlo Egidi - Costume Design: Anna Gobbi - Make-Up: Amato Garbini - Cast: Isabella Marincona Mondina nera - Silvana Mangano Silvana - Vittorio Gassman Walter - Manlio Mannozzi Alessandro - Attilio Dottesio Bruno - Dodi Ristori Anna - Nico Pepe Beppe - Raf Vallone Marco - Checco Rissone Aristide - Adriana Sivieri Celeste - Lia Corelli Amelia - Maria Grazia Francia Gabriella - Anna Maestri Irene - Mariemma Bardi Gianna - Maria Capuzzo Giulia - Isabella Zennaro Rosa - Carlo Mazzarella Gianetto - Ermanno Randi - Antonio Nediani Erminio - Mariano Englen Cesare - Doris Dowling Francesca -
Synopsis in German: Ein Gangsterpärchen versucht in der Nachkriegszeit, bei den ausgebeuteten Reisarbeiterinnen auf dem Lande unterzutauchen. Ein Drama zwischen Krimi, Liebesgeschichte und der deutlichen Kritik an sozialer Ungerechtigkeit auf hohem Niveau. (W.O.P. Kistner)

Reviews in German: "Melodrama aus dem Milieu der Landarbeiterinnen auf den Reisfeldern von Piemont. Eine der Saisonarbeiterinnen verliebt sich in einen Ganoven, der eines Tages auftaucht, um die Reisernte zu stehlen. Erst nach erbittert geführten Auseinandersetzungen durchschaut die vor Liebe blinde Frau das Spiel. Eines der bekanntesten Werke des italienischen Neorealismus, das einerseits die miserablen Bedingungen, unter welchen die angestellten Frauen arbeiten mussten, und andererseits aber auch die leidenschaftlichen Verwicklungen äusserst überzeugend darstellt. In der Erinnerung haften bleibt der Film aber nicht zuletzt seiner exemplarisch schönen Bildgestaltung wegen." (Kino Xenix, Zürich)

"Melodram aus dem Milieu der Landarbeiterinnen auf den Reisfeldern von Piemont. Eine der Saisonarbeiterinnen verliebt sich in einen Ganoven, der eines Tages auftaucht, um die Reisernte zu stehlen. Erst nach erbittert geführten Auseinandersetzungen durchschaut die vor Liebe blinde Frau das Spiel. Eines der bekanntesten Werke des italienischen Neorealismus, das 1949 zu einem Skandal führte, weil es die leidenschaftlichen Verwicklungen realistisch einfing. Der in der Schauspielerführung miserable Film enthält sich jeder geistig-moralischen Bewertung; er überzeugt jedoch immer noch durch seine exemplarisch schöne Bildgestaltung." (KIM Filmdienst)

«"Bitterer Reis" war und ist der erfolgreichste Film des italienischen Neorealismus. Auch dreieinhalb Jahrzehnte nach seiner Entstehung hat er nichts von seiner Kraft und Faszination verloren, eine explosive Mischung aus Sex and Crime mit dem moralischen Credo der Neorealisten: schörkellose Darstellung der Wirklichkeit, Verantwortung des Menschen für sein Schicksal als Konsequenz seiner Erfahrungen, Aufspüren des Allgemeinen im Besonderen.»

The Set-up

Directed by:   Robert Wise, USA - 1949
Director: Robert Wise - Scenario: Art Cohn - Cast: Alan Baxter Little Boy - Robert Ryan Stoker - George Tobias Tiny - Audrey Totter Julie - Hal Baylor -

The Third Man

Directed by:   Carol Reed, Great Britain - 1949
Producer: Alexander Korda - David O. Selznick - Carol Reed - Director: Carol Reed - Scenario: Graham Greene - Director of Photography: Robert Krasker - Composer: Anton Karas - Editor: Oswald Hafenrichter - Production Design: Vincent Korda - Joseph Bato - John Hawkesworth - Set Decoration: Dario Simoni - Cast: Paul Hörbiger Portier - Alida Valli Anna - Hedwig Bleibtreu - Siegfried Breuer Popescu - Joseph Cotten Martins - Erich Ponto Winkel - Bernard Lee - Ernst Deutsch Kuntz - Trevor Howard Calloway - Orson Welles Harry Lime -
Synopsis in German: Der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins versucht im geteilten Wien der Nachkriegszeit, den rätselhaften Tod seines Freundes Harry Lime aufzuklären. Dabei entdeckt er, dass Lime lebt und in ein scheussliches Verbrechen verwickelt ist.
Im Jahr 1948 kommt der junge amerikanische Schriftsteller Holly Martins nach Wien, das unter Viermächtekontrolle steht. Er will in der geteilten Stadt seinen alten Freund Harry Lime suchen, von dem er seit Monaten nichts mehr gehört hat. Bei seiner Ankunft erfährt er, dass Harry Opfer eines Unfalls geworden ist und noch am selben Tag beigesetzt wird. Auf dem Friedhof trifft Martin Harrys Freundin Anna und Calloway, den Chef der britischen Militärpolizei in Wien. Calloway versucht, ihn über Harry Lime auszuhorchen, und deutet an, dieser sei in sehr unsaubere Geschäfte verwickelt gewesen. Martins glaubt das nicht: Er entschliesst sich, in Wien zu bleiben, um Harrys rätselhaften Tod aufzuklären und den Freund zu rehabilitieren. Der Portier des Hauses, in dem Harry wohnte, schildert Martins den Unfallhergang. Harry sei nach dem Unglück von zwei Freunden und einem unbekannten dritten Mann an den Strassenrand getragen worden. Diesen dritten Mann möchte Martins unbedingt finden, da er sich von ihm entscheidende Auskünfte erhofft. Er riskiert viel und muss am Ende feststellen, dass Harry nicht der war, für den er ihn gehalten hat... (3Sat Presse)
Reviews in German: "Nach einem Stoff von Grahame Green inszenierte Carol Reed einen subtilen Kriminalthriller, der durch die expressiv gefilmten Originalschauplätze eine unverwechselbare Stimmung erhielt..." (Lex. d. Int. Films);

"Ein Meisterwerk der englischen Filmkunst." (Filmdienst);

"Perfekt ausgearbeiteter Film" (Movies on TV);

"Klaustrophibische Verfilmung nach Graham Greene. Welles' Auftritt, seine Kuckucksuhr-Rede, Anton Karras' Zittermusik und die Flucht durch die Katakomben sind Meilensteine der Filmgeschichte." (tele)

«England hat zur Schwarzen Serie nur diesen einen echten Klassiker beigetragen. Orson Welles war nie besser – dabei spielt er als aalglatter und amoralischer Kriegsgewinnler Harry Lime im Nachkriegs-Wien eher eine Nebenrolle. Das düstere, zynische und bewegende Drehbuch entstand ursprünglich aus einer Notiz, die Graham Greene auf einen alten Briefumschlag kritzelte.
Unvergessen:
Anton Karas’ Soundtrack - die Klänge seiner Zither kombinieren auf einzigartige Weise Wiener Kaffeehausatmosphäre mit fröstelnd-gruseligem Krimi-Ambiente. » (Cinema, 2000)
Remarks and general Information: "Tatsächlich zugetragen hat sich die Geschichte von Harry Lime nicht. Sie hätte aber genauso stattfinden können. Wien, Handlungsort und Originalschauplatz mit realen Kriegsruinen, lässt den Film zum Zeitdokument werden, das die spezifische Situation der Stadt im Winter des Jahres 1948 abbildet. Das Erscheinungsbild, die Atmosphäre, die Bewohner, der Alltag und die Geschichte Wiens schaffen eine authentische Kulisse. In der geteilten Stadt blühten der Schwarzmarkt und der illegale Handel mit Penicillin. Diese Medizin war lebensnotwendig, heilte sie doch gefährliche Infektionen, die aufgrund von Hunger und Armut nicht zu verhindern waren. Penicillin galt als Kostbarkeit und seine Verwendung war streng reglementiert. Zeitungsberichte wiesen auf einen immer bedrohlicher werdenden Medikamentenmangel hin, in dessen Folge Medikamente mehr und mehr zur illegalen Ware wurden. (Natascha Bleckmann, viennale.at

"Der dritte Mann, innerhalb von fünf Wochen im Nachkriegs-Wien gedreht, machte seinen Regisseur Carol Reed weltberühmt und wurde ein phänomenaler Erfolg, ein Klassiker der Filmgeschichte. Am Gelingen des Films hatten viele Anteil: Der Kameramann Robert Krasker, ein Könner seines Fachs, der die Magie, die Dramaturgie von Licht und Schatten effektvoll in Szene setzte; der Autor und ehemalige Mitarbeiter des britischen Geheimdienstes Graham Greene, der in Kooperation mit dem Regisseur die ökonomische und soziale Atmosphäre des besetzten Wien präzise auf den Punkt brachte; der Schauspieler Orson Welles, der dem Film mit seiner physischen Präsenz einen unverwechselbaren, eindringlichen Touch gab; die Zither-Musik von Anton Karas, der das musikalische Leitmotiv, das Harry-Lime-Thema, zum Ohrwurm machte und damit eine richtige »Zither-Welle« in Amerika und Europa auslöste." (ZDF)

Graham Greene hatte von dem Filmproduzenten Alexander Korda den Auftrag erhalten, ein Buch über das vierfach besetzte und arg zerstörte Nachkriegs-Wien zu verfassen. Vor seiner Ankunft in Wien hatte Greene für den projektierten Film bloss eine einzige Szene im Kopf: ein Mann trifft im Strassengewühl seinen seit Jahren totgeglaubten Freund. Die Handlung um dieses Motiv hoffte der Autor aufgrund seiner Wiener Eindrücke finden zu können. Greene war offenbar gleich gepackt von der seltsamen, traurigen Stimmung, die ihn in der zerstörten Stadt umgab und recherchierte sehr genau. Er fuhr mit dem Auto hinaus zum Zentralfriedhof, der damals im britischen Sektor lag und schrieb dann im Roman: "Sogar der Friedhof war in vier Zonen aufgeteilt, die russische war durch überlebensgrosse, geschmacklose Statuen bewaffneter Soldaten gekennzeichnet, die französische durch Reihen um Reihen namenloser Holzkreuze und schlaff herabhängende Tricolore." (Bernhard Denscher)

Wenn man der Kritik trauen darf ist dieser Film, in dem die Ruinen am Kai, der Prater, regennasse Strassen und unter- irdische Kanäle den düsteren Hintergrund eines grossen mensch- lichen Dramas bilden, ein echter Wiener Film geworden. Er zeigt uns ein Wien ohne Schrammeln und ohne Dulliöhstimmung, er zeigt uns das Wien der ersten Nachkriegsjahre, an dem österreichische Regisseure achtlos vorübergingen. (Mein Film, 1950)

In DER DRITTE MANN gaben sich drei noch verhältnismässig junge Künstler Rendezvous. Der Schriftsteller Greene, der Schau- spieler Orson Welles und der Regisseur Carol Reed. Freilich hätte auch dieses glückliche Zusammentreffen nicht genügt, um aus dem Film den Welterfolg zu machen, der er wurde. Hierzu musste Reed zwei ausgesprochene Regiestreiche führen: die nächtliche Jagd nach dem bösen Penicillinschieber durch die Kanäle der Stadt Wien und das Zitherspiel des bescheidenen Wiener Heurigenmusikers Anton Karas.

Mit der Kanaljagd hat Reed etwas ebenso Einfaches wie Gross- artiges unternommen. Er hat die traditionellen Dächerjagden der Kriminalfime unter die Erde verlegt und damit einer abgespielten Aktion eine neue Phantastik gegeben, die ein surrealistisches Element einschliesst und zudem an den Assoziationskomplex des "Untergrundes" rührt, der in jedem Nachkriegseuropäer bestimmte Empfindungen hervorruft. DER DRITTE MANN mit seinen Anklängen an politisches und wirtschaftliches Nachkriegsgeschehen, an Schwarzhandel und Geheimdienstkrieg, mit seiner einmaligen optischen Auswertung der Ruinenlandschaft und Elendsästhetik, mit Zittergeklimper und dem unheimlichen Riesenbabykopf des Orson Welles wurde einer der wirklich grossen europäischen Nachkriegsfilme. (Jean Amery)

"Orson Welles spielt die Titelrolle in Carol Reeds klassischem Film Noir mit internationaler Starbesetzung.
Für seine einzigartige Schwarz-Weiss-Fotografie der düsteren Stadtlandschaften des besetzten und geteilten Wiens und seiner "Unterwelt" erhielt Kameramann Robert Krasker (1913 - 1985) den Oscar. Carol Reed und sein Cutter Oswald Hafenrichter wurden nominiert.
Carol Reeds atmosphärisch faszinierende Inszenierung dieses Graham-Greene-Stoffs machte den "Dritten Mann" zu einem Welterfolg. Vor dem nächtlichen Dunkel labyrinthischer Stadtlandschaften - die Handlung gipfelt in der dramatischen Jagd auf Harry Lime im Kanalisationsnetz - entfaltet der Film ein vielfältig gebrochenes Spiegelbild menschlicher Existenz.
Orson Welles wurde als Darsteller des Harry Lime in Deutschland populärer als beispielsweise durch seinen grossartigen "Citizen Kane". Auch die Musik von Anton Karas, deren makabre Zitherklänge den dämonischen Charme des geteilten Wiens effektvoll unterstreichen, war seinerzeit ein Welterfolg.
Orson Welles (1915 - 1985), dessen "proteischer 'Citizen Kane' durch visuellen Einfallsreichtum und ätzende Charakterdarstellungen sowie die stilisierten Dialoge einen richtungsweisenden Einfluss auf den Film Noir ausübte", hat als Regisseur, Autor und Darsteller drei grandiose Films Noirs zu verantworten: "Die Spur des Fremden" (1945/46), die düstere Geschichte eines KZ-Schergen, der sich nach dem Zweiten Weltkrieg hinter der Fassade eines braven Bürgers und Ehemanns verbirgt und von seiner Frau entlarvt wird, "Die Lady von Shanghai" (1946) mit seiner zeitweiligen Ehefrau Rita Hayworth als Femme fatale und vor allem "Im Zeichen des Bösen" (1957), "ein komplizierter Thriller, der an die Tradition der 'Schwarzen Serie' anknüpft, um sie zugleich ad absurdum zu führen" (Lexikon des Internationalen Films)." (Walter Greifenstein, BR-Presse)

Ein an Originalschauplätzen im Nachkriegs-Wien gedrehter Thriller um einen amerikanischen Schriftsteller, der den Schwarzmarktgeschäften eines Freundes nachspürt, der angeblich verstorben ist. Welles nahm für sich in Anspruch, die Figur des Harry Lime geschaffen zu haben: »I wrote everything to do with this character, I created him all round, it was more than just a part for me.« Dementsprechend griff Welles die Figur des Harry Lime in den 50er Jahren in einer englischen Hörfunkserie wieder auf und benutzte die Titelmelodie von Anton Karas (Filmmuseum München)

Without Honor

Directed by:   Irving Pichel, USA - 1949
Director: Irving Pichel - Cast: Laraine Day Jane Bandle - Dane Clark Bill Bandle - Franchot Tone Dennis Williams - Agnes Moorehead Katherine Williams - Bruce Bennett Fred Bandle - Frank Marlowe 1st Television Installer - Harry Lauter 1st Ambulance Attendant -

Cannes Filmfestival 1949 Program

Sorry, we actually have no further information on the 1949 Cannes Filmfestival.