Le Giornate del Cinema Muto - Pordenone

October 6 to October 13, 2007

Reihe: Weimar

Das alte Gesetz

(Baruch), Regie:   E.A. Dupont, Deutschland - 1923
Produktion: Comedia-Film GmbH., Berlin - Deulig-Film AG, Berlin - Regisseur: E.A. Dupont - Drehbuch: Paul Reno - Nach einer Vorlage von: Heinrich Laube Memoirs - Kamera: Theodor Sparkuhl - Architekt: Curt Kahle - Alfred Junge - Kostümbild: Ali Hubert - Darsteller: Jakob Tiedtke Der Theaterdirektor / direttore della compagnia teatrale / Director of the - Dominik Löscher - Hermann Vallentin Heinrich Laube - Ruth Weyher Die Hofdame / Lady in waiting / Dama di corte - Wolfgang Zilzer - Robert Scholz - Olga Limburg Frau des Theaterdirektors - Julius Brandt Der alte Schauspieler / il vecchio attore / old comedian - Grete Berger Die Rabbinerin / Seine Frau / His Wife - Margarete Schlegel Esther, Nathans Tochter, Baruchs Braut - Ernst Deutsch Baruch - Robert Garrison Ruben Pick - Alice Hechy Tochter des Theaterdirektors - Albert Krafft-Lortzing - Werner Krauss (--??--) - Philipp Manning - Avrom Morewski Rabbi Meyer, Baruchs Vater - Henny Porten Erzherzogin / Archduchess Isabel Teresa - Fritz Richard Nathan, der Schulklopfer - Kálmán Zátony -
Inhaltsangabe : 1860 in einem jüdischen Örtchen in Galizien: Beim Purimfest entdeckt Baruch, Sohn des Rabbis, seine Leidenschaft fürs Schauspielern. Für seinen Vater ist es unvorstellbar, dass sein Sohn mit den strengen Regeln der jüdischen Religion bricht. Baruch lässt sein altes Leben hinter sich und schliesst sich einem Wandertheater an, das eines Tages für die österreichische Erzherzogin Elisabeth Theresia spielen darf. Sie ist beeindruckt von Baruchs Leistung und verhilft ihm zu einer Stelle im Wiener Burgtheater, wo er zu einem Theaterstar avanciert. Trotz seines neuen angepassten Lebens hat Baruch Sehnsucht nach seiner Heimat und besucht seine Eltern. Der Vater zeigt sich unnachgiebig und verstösst ihn, bis es nach langen Umwegen zur Versöhnung kommt. (Arte Presse)
Kritiken : "Der Film wagt sich in ein sehr gefährliches Terrain, das von allen Seiten bedroht ist, zum Beispiel: vom Zorn frommer Juden, die hier einige ihrer Gebräuche dargestellt sehen vor einem profanen und vielleicht feindseligen Publikum; von dem Gründlichkeitsfanatismus ge-bildeter und gelehrter Juden, die lieber wollen, dass gar nichts mitgeteilt wird als einiges; von den Leuten, für die alles, was mit Ostjuden zu tun hat, der Gegenstand eines abergläubischen Entsetzens, der Verachtung oder hysterischer Furcht ist; von wilden, kriegerisch veranlagten Hakenkreuzlern; und so weiter. Ein Landstrich, wo ausserdem noch zu fürchten sind die lauwarmen Sturzbäche eines sentimentalen Familiensinns sowie die Lanzenspitzen eines apologetischen Heroismus, der unbefangene Betrachter in überstürzte Fluchten jagt. Allen solchen Gefahren wird hier getrotzt und ein angenehmes Gebilde geschaffen, das einige Kenntnis vermittelt und geeignet ist, zu Erkenntnissen anzuregen." (Frank Aschau: Juden-Filme. In: Die Weltbühne, Nr. 13, 27.3.1924)

"(...) Man sieht: Paul Reno hat ein Manuskript geschaffen, das alle Bestandteile enthält, um dem Regisseur die Unterlage zu einem wirksamen Publikumsfilm zu geben.
Und E. A. Dupont hat auf dieser Basis ein recht geschmackvolles Bilderbuch gemacht, das die Schaulust des Zuschauers befriedigt, ohne ihr allzu grosse Konzessionen zu machen.
Selbst die bei der Anlage des Ganzen unvermeidliche Versöhnungsszene am Schluss, in der der alte Rabbiner, nachdem er seinen Sohn als Don Karlos gesehen, erkennt, dass es ein Irrwahn ist, einen Menschen, der ein Recht zur Verwirklichung seines inneren Gesetzes hat, unter das Joch eines alten Gesetzes beugen zu wollen, vermeidet alle aufdringliche Sentimentalität, die hier sehr nahe lag.
Es gelingt Dupont, die Atmosphäre der so verschiedenen Welten dieses Films sichtbar zu machen: das Ghettomilieu, das durch eine nahezu unübersteigbare Mauer von der Welt da draussen getrennt ist und diese Welt selbst; die hier anschaulich gemacht wird durch das Wien der sechziger Jahre, das getragen wird von den Rhythmen der Walzer eines Johann Strauss und dem das Burgtheater den Inbegriff aller Kunst schlechthin bedeutet.
Was Dupont gibt, ist eine Plauderei in Bildern, von Sentiment und beschwingtem Bildhumor, die durch Feinheiten im Detail stark interessiert, eine Plauderei, die doch nie zum Geschwätz wird. (Denn man kann nicht nur im Wort, sondern auch im Bilde geschwätzig sein.)
Was die Schauspielerregie betrifft, so ist es Dupont hier gelungen, ein Ensemble zu schaffen. Selbst Henny Porten fügt sich ohne Starallüren in den Rahmen. Ihre Erzherzogin ist um so charmanter, als sie diesmal ihren Charme nicht unterstreicht, ihr Humor um so liebenswürdiger, da er den Schein des Unbewussten auszulösen vermag. Uns selbst im Gefühlsausdruck bleibt sie in den Grenzen, die der Stil des ganzen Filmwerks erheischt.
Ernst Deutsch in der männlichen Hauptrolle löst die Illusion des bedeutenden Künstlers aus, was in diesem Falle alles bedeutet.
Avrom Morewski, den man sich von der Wilnaer Truppe in Warschau verschrieben hat: Sein Rabbiner hat nicht nur die ethymologische, sondern was wichtiger ist, die seelische Echtheit. Ein leidender Mensch ist dieser Rabbi, der sich durch Leiden zur Erkenntnis durchringt. Nicht zuletzt durch ihn werden die Szenen im Ghetto zu einem visuellen Erlebnis.
Robert Garrison stellt einen Schnorrertyp, der wie aus alten jüdischen Genrebildern in diesen Film versetzt zu sein scheint.
Hermann Vallentin gibt als Heinrich Laube seine bisher stärkste Filmleistung. Das ist in jedem Zuge der brummige Polterer, hinter dessen Rauheit sich Gutmütigkeit verbirgt, als der Laube in der Tradition fortlebt. Da ist eine Szene, in der der junge Schauspieler ihm vor Antritt des Engagements Probe sprechen muss, während Laube sein Frühstück einnimmt. Und in der Art, wie er die Kaumuskeln bewegt, reflektiert sich der Eindruck, den der Vortrag in ihm erweckt. Ein glänzender Regieeinfall, ein Meisterstück physiognomischen Könnens.
Jakob Tiedke (eine amüsante Striese-Figur), Grete Berger, Fritz Richard, Margarete Schlegel, Alice Hechy, füllen ihren Platz. Der Film kann als Prototyp eines kultivierten Unterhaltungsfilms gelten. (Film-Kurier, Nr. 244, 30. Oktober 1923)

"(...) Uralter Konflikt zwischen Vätern und Söhnen, alter und junger Generation – wie oft schon diente er als dichterischer Vorwurf, auch im Film, ja ganz besonders auch im Judenfilm. Meinerts "Glaubensketten" eröffneten den Reigen und "Das alte Gesetz" schliesst ihn – für heute. Wie schön hat Paul Reno diesen dankbaren Stoff verarbeitet! Wie glücklich lässt er die starr-beschränkte, tief in sich gekehrte, grüblerische Welt des Ghettos kontrastieren mit der sprühend lebensfrohen des glänzenden Alt-Wiens der sechziger Jahre, die enge Gelehrtenstube des alten Rabbi mit der rauschenden Pracht des österreichischen Hofes, den stillen Gottesfrieden des Tempels mit dem lauten, geschäftigen Bühnentreiben des Hofburgtheaters unter Laubes Direktion.
Versunken sind diese glänzenden Zeiten, die nur noch die ganz Alten unter uns gekannt haben. Und doch ... müssen sie nicht gerade so ausgesehen haben, diese Sonnenmenschen des alten Wien, ist das nicht Laube, wie er leibt und lebt, ist das nicht die fröhliche Erzherzogin Elisabeth Theresia mit dem warmen Menschenherzen? Wir glauben sie unbedenklich der grossen Kunst ihrer Darsteller, die Kabinettstücke geliefert haben. Nie sahen wir Hermann Valentin besser, seit langem Henny Porten nicht mehr so gut. Und wie gern möchten wir die "Henny" noch viel, viel öfter sehen, gerade in diesen Rollen, die ihrem Charme ebenso liegen, wie ihrem tiefen Gemüt.
Geblieben dagegen sind die Zeiten des Elends und der Not, geblieben noch immer der gequälte Ostjude und ihn haben wir gesehen im Grau seines Ghettos. Hier brauchen wir nicht gläubig hinzunehmen, wir können vergleichen ... und können sagen: Richtig so! Goldecht, lebenswahr, bis auf kleinste Nuancen der Natur abgelauscht; nicht nur von dem Ostjuden Avrom Morewski (Rabbi), glänzend im Spiel und Maske, sondern besser fast noch von Robert Garrison, der den weltweisen kleinen Schnorrer mit soviel Herz und entzückendem Humor hinstellte (und wie nahe lag gerade hier possenhafte Übertreibung!). Gross und stark auch Ernst Deutschs Leistung als junger Stürmer; nur ein allerletztes fehlte, um uns auch seelisch warm werden zu lassen. Rein äusserlich als junge Jüdin nicht recht am Platze Margarete Schlegel, trotz verinnerlichten Spiels. Das Schmierenvolk lustig und treffend persifliert durch Jacob Tiedtke, Olga Limburg und die bildhübsche Alice Hechy.
Und nun Duponts Regie: Gewiss, er hat Fehler begangen durch Längen und Breiten. Aber wie verzeihlich sind sie! Muss man nicht unwillkürlich liebevoll haften bleiben an der Schilderung dieses Milieus, die nötig ist, um tieferes Verständnis zu erwecken? Mit ein paar Scherenschnitten sind diese Mängelchen zu beseitigen. Und wie sind sie ausgeglichen durch hinreissende Regiefeinheiten, wundervoll gesehene Bilder und eine Dezenz der Linienführung, die bei der Heikligkeit des Themas nicht immer leicht gewesen sein mag. (...)
Bedanken kann er sich bei seinen technischen Mitarbeitern. Ganz wundervoll und stilecht die Bauten von Junge und Kahle, geschmackvoll und zeitwahr Huberts Kostüme, eine Glanzleistung deutscher Photographie aber Sparkuhls Aufnahmen. Nicht umsonst ist er auf dem Zettel auch für die Beleuchtung verantwortlich gemacht worden, sie stellt selbst höchstwertige Arbeiten seiner tüchtigen Kollegen in den Schatten und zeugt von reifer, empfindender Kunst! Der Herstellerfirma, Comedia-Film, ist ein grosser Wurf gelungen. An ihren sicheren Erfolgen wird auch der deutsche Verleih des "Lloyd-Film" teilhaben ... und mit ihnen das Kinogewerbe. (del.)" (Lichtbild-Bühne, Nr. 44, 3. November 1923)
[Kritiken teilweise zitiert nach www.filmportal.de]
Anmerkungen: Zwei Welten prallen aufeinander. Um 1860 verlässt Baruch (Ernst Deutsch) gegen den Willen seines Vaters, des Rabbiners, das jüdische Ghetto in Galizien, um Schauspieler zu werden. Sein Weg, der ihn bis ans Burgtheater in Wien führt, ist lang und gesäumt von Misstrauen und Verachtung. Als Baruch einmal auf einer Provinzbühne mit Schläfenlocken den Romeo spielt, sieht ihn die Erzherzogin (Henny Porten) und wird zu seiner grossen Förderin. Baruch wird berühmt, doch er leidet unter dem Bruch mit seinem Vater. "Das alte Gesetz", ungeheuer nuancenreich inszeniert von E.A. Dupont, der zwei Jahre später mit "Varieté" einen Klassiker des Weimarer Kino schafft, ist ein Film über Rollenspiel, Identitätssuche und Verwandlung, über die Sehnsucht nach Freiheit und Anerkennung, über die Vision eines harmonischen Zusammenlebens von Christen und Juden - und auch eine Geschichte des Verlusts. (www.filmmuseum-potsdam.de/Das-alte-Gesetz.html)

Der 1923 entstandene Film „Das alte Gesetz“ von Ewald André Dupont (1891-1956) ist ein Klassiker der deutsch-jüdischen Filmgeschichte. Er thematisiert die Assimilationsproblematik der Juden im 19. Jahrhundert, erzählt am Schicksal eines jungen Mannes aus einer galizischen Rabbiner-Familie. Baruch möchte gegen den Willen seines Vaters Schauspieler werden und verlässt das Ghetto. In der Begegnung mit dem klassischen Theater und dem Geist der Aufklärung eröffnet sich für ihn eine neue Welt, vor der sich auch sein Vater nicht verschliessen kann. Es kommt zur Versöhnung von Vater und Sohn.
Ein ähnlicher Konflikt wird in dem vier Jahre später entstandenen amerikanischen Film „The Jazz Singer“ (1927) dargestellt, der erste Spielfilm mit Synchronton: Der Sohn eines Rabbis will Sänger werden und stösst damit seinen Vater, der an religiöse Traditionen glaubt, vor den Kopf. Wo „The Jazz Singer“ durch den Zeitgeist der 1920er mit Jazzmusik punkten kann, werden in „Das alte Gesetz“ der Konflikt und das jüdische Leben in der Gesellschaft subtiler beleuchtet. Mit der authentischen Ausstattung und der beeindruckenden Leistung der Schauspieler – einfühlsam gefilmt durch den Kameramann Theodor Sparkuhl – zählt „Das alte Gesetz“ zu den Klassikern des Weimarer Kinos. Die aktuelle Digital-Restaurierung der Deutschen Kinemathek baut auf den im Bundesarchiv-Filmarchiv aufbewahrten Nitrokopien auf, die Zwischentitel sind nach der Zensurkarte rekonstruiert.
Ewald André Dupont ist vor allem für seinen Film „Varieté“ bekannt, mit welchem ihm der internationale Durchbruch gelang und infolgedessen er den ersten deutschsprachigen Tonfilm, „Atlantis“, drehen konnte. Aber auch „Das alte Gesetz“ verhalf ihm bereits zu einiger Bekanntheit.
Im Auftrag von ARTE und ZDF wurde der Stummfilm-Klassiker neu vertont. In der Reihe Berlinale Classics präsentieren die 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin mit Ewald André Duponts „Das alte Gesetz“ ein besonderes Stummfilm- und Konzert-Highlight. Die digitale Restaurierung der Deutschen Kinemathek erlebt mit der neuen Musik des französischen Komponisten Philippe Schoeller am 16. Februar 2018 im Friedrichstadt-Palast ihre Weltpremiere. (Arte Presse)

Länge der restaurierten Fassung 2018: 135 Min.
Einige Quellen nennen auch Werner Krauss unter den Mitwirkenden, was wohl nicht zutrifft.

Die Buddenbrooks

Regie:   Gerhard Lamprecht, Deutschland - 1923
Produktion: Dea-Film - Regisseur: Gerhard Lamprecht - Drehbuch: Gerhard Lamprecht - Luise Heilborn-Körbitz - Alfred Fekete - Story : Thomas Mann - Kamera: Erich Waschneck - Herbert Stephan - Musik: Giuseppe Becce - Darsteller: Elsa Wagner - Hans Heinrich von Twardowski - Mathilde Sussin - Alfred Abel - Hildegard Imhof - Peter Esser - Mady Christians - Ralph Arthur Roberts Bendix Grünlich, Agent -

Die Carmen von St. Pauli

Regie:   Erich Waschneck, Deutschland - 1928
Produktion: Ufa - Produktionsleiter: Alfred Zeisler - Aufnahmeleiter: Arthur Ohme - Regisseur: Erich Waschneck - Drehbuch: Bobby E. Lüthge - Erich Waschneck - Kamera: Friedl Behn-Grund - Architekt: Alfred Junge - Darsteller: Walter Seiler Der Scharfe Alfred - Charly Berger Der Kapitän - Fritz Alberti Reeder Rasmussen - Tonio Gennaro Der Sanfte Heinrich - Otto Kronburger Lotsenkarl - Betty Astor Klaus' Braut Maria - Alfred Zeisler - Willy Fritsch Klaus Brandt - Wolfgang Zilzer Stift - Fritz Rasp Doktor - Jenny Jugo Jenny Hummel - Max Maximilian Rasmussens Faktotum Hein -
Inhaltsangabe : Ein Steuermann, der stets bekannt war für sein Pflichtbewußtsein, wird durch die verführerische Tänzerin einer schummrigen Hafenkneipe dazu verleitet, seinen Dienst zu vernachlässigen. Er ahnt nicht, daß die Frau zu einer Schmugglerbande gehört. Als er wegen seiner Nachlässigkeit entlassen wird, zieht in die Liebe zu der Frau immer tiefer und tiefer in die Machenschaften ihrer verbrecherischen Freunde hinein, bis er beinahe selbst zum Verbrecher wird. Schließlich gerät er in Verdacht, einen Mann niedergeschlagen zu haben. Aber in letzter Sekunde wird er durch die Selbststellung des wahren Täters gerettet. Geläutert durch diese Erfahrung, beschließt der Steuermann, gemeinsam mit der Tänzerin ein neues, ordentliches Leben zu beginnen. (www.filmportal.de)

Der Farmer aus Texas

Regie:   Joe May, Deutschland - 1925
Produktion: May-Film GmbH, Berlin - Regisseur: Joe May - Drehbuch: Rolf E. Vanloo - Joe May - Nach einer Vorlage von: Georg Kaiser play - Kamera: Antonio Frenguelli - Carl Drews - Architekt: Paul Leni - Fritz Maurischat - Darsteller: Pauline Garon Miss Abby Grant - Emmy Wyda - Edmund Burns Erik - Frieda Richard Tante Jutta (AKA Frida Richard - Ellen Plessow - Mady Christians Mabel Bratt - Willy Fritsch Akke - Hans Junkermann Baron Barrenkrona - Lilian Hall-Davis Alice - Claire Greet Frau Appelboom - Christian Bummerstädt Raf von Stjernenhoe -

Fräulein Else

Regie:   Paul Czinner, Deutschland - 1929
Produktion: Poetic-Film GmbH, Berlin - Produzent: Paul Czinner - Aufnahmeleiter: Arthur Kiekebusch - Regisseur: Paul Czinner - Drehbuch: Carl Mayer Mitarbeit - Paul Czinner - Béla Balázs - Nach einer Vorlage von: Arthur Schnitzler - Kamera: Robert Baberske - Adolf Schlasy - Karl Freund - Musik: Werner Schmidt-Boelcke Kino-Musik - Architekt: Erich Kettelhut - Darsteller: Grit Hegesa Cissy Mohr - Antonie Jaeckel - Ellen Plessow - Toni Tetzlaff - Jaro Fürth - Carl Goetz - Paul Morgan - Alexander Murski - Albert Bassermann Dr. Alfred Thalhof - Albert Steinrück Von Dorsday, Kunsthändler - Elisabeth Bergner Else - Jack Trevor Paul - Irmgard Bern - Else Heller Frau Thalhof - Adele Sandrock Tante Emma - Gertrud de Lalsky -
Inhaltsangabe : Elisabeth Bergners letzter Stummfilm, nach Arthur Schnitzlers gleichnamiger Novelle: Else, die unbeschwerte Tochter eines Wiener Anwalts, verbringt einen fröhlichen Winterurlaub in St. Moritz. Da erreicht sie die Nachricht, dass ihr Vater in finanzielle Not geraten ist: Er hat Gelder seiner Mandanten an der Börse verspielt.
Retten könnte ihn allein der vermögende Kunsthändler von Dorsday, der sich ebenfalls in St. Moritz befindet und ein Auge auf Else geworfen hat. Else bittet ihn um das Geld, doch er stellt eine Bedingung: Er will Else nackt sehen. Sie ringt mit ihrer Entscheidung. Schließlich nimmt sie Gift und geht, nur in einen weißen Pelz gehüllt, zu ihm. Dann lässt sie den Mantel vor seinen Augen herabgleiten und stirbt. (www.filmportal.de)

Else, die unbeschwerte Tochter des Wiener Rechtsanwalts Dr. Thalhoff, verbringt einen erholsamen Winterurlaub in St. Moritz, als sie eine bedrückende Nachricht erhält: Ihr Vater ist in finanzielle Not geraten, indem er Gelder seiner Mandanten an der Börse verspielt hat. Nun droht ihm strafrechtliche Verfolgung. Seine einzige Hoffnung auf Hilfe ist der reiche Kunsthändler Herr von Dorsday, der ebenfalls in St. Moritz weilt. Auf die inständige Bitte ihrer Mutter wendet sich Else an den vermögenden Mann. Von Dorsday ist bereit, Elses Vater finanziell aus der Patsche zu helfen, allerdings unter einer Bedingung: Else soll sich ihm nackt zeigen. Die junge Frau ringt mit ihrer Entscheidung und fügt sich schliesslich aus Liebe zu ihrem Vater Dorsdays Wunsch. Nur in einen weissen Pelzmantel gehüllt, geht sie zu ihm. Doch zuvor hat Else Gift genommen... (Arte Presse)
Kritiken : «(...) Paul Czinner, der auch das Manuskript geschrieben hat, bemüht sich um möglichst naturalistische Zeichnung des Milieus und statt dramatischer Spannungen verlässt er sich auf das Suggestive der Stimmungsmalerei. Die grossen Szenen des Films hat die Bergner mit sich allein. Der Manuskriptmann Czinner sieht das Wesentliche seiner Aufgabe darin, die seelischen Vorgänge subtil und möglichst restlos ins Bild zu bringen. Das ist im Film möglich und sogar wirksam: wenn ein festes, dramatisches Gefüge vorhanden ist, das der seelischen Tönung Halt und Schwungkraft gibt. (...)

Der Verzicht auf alle geräuschvollen, theatralischen Effekte führt Czinner dazu, mit leisen, dramatischen Mitteln seine Wirkungen zu suchen. Er beherrscht das Register der Retardierungen: es ist ausgezeichnet gemacht, wie die Bergner nicht wagt, den brutalen Burschen anzusprechen, wie sie hinter ihm herläuft, sich abwendet, wieder herankommt, hinter einem Pfeiler verschwindet, wieder ein paar Schritte vor – bis das endliche Zusammentreffen fast wie eine dramatische Erlösung wirkt. Mit den gleichen Mitteln inszeniert Czinner den Schluss, wenn die Bergner in das Zimmer des Kunsthändlers geht, ihn nicht findet, ihn verfolgt – während schon das Gift ihre Lebenskräfte vernichtet.

Wieder und immer wieder muss es gesagt werden: die Bergner ist ein grosser Besitz des deutschen Films. Es gibt kaum eine Darstellerin in der ganzen Welt, deren Gesicht, deren Körper so reiner Ausdruck ihres Innenlebens ist. Mit einer unfassbaren Klarheit spricht aus ihrem Ausdruck Leid und Freud ihrer Seele, hier ist kostbares Material, das nur mit starker Hand in die filmischen Gelegenheiten einzuordnen ist. Nur einer Künstlerin von hohem Rang ist es möglich, mit Bildmonologen, ohne Partner, nur auf sich selbstangewiesen, eine innere Spannung zu erzeugen, die echt dramatisch wirkt. (...)

Das Publikum applaudierte lebhaft. (...) Abschliessend aber ist über den Film zu sagen: dieses Werk will zu einseitig mit literarischen Mitteln wirken, mit Stimmung und Psychologie. Die Zeit ist vorbei. Der Regisseur darf heut die Welt der filmischen Gestaltung nicht mehr aus der Perspektive des Buchs oder der Bühne sehen: es gibt für ihn nur einen Gesichtswinkel und den schreibt die Kamera und ihre Möglichkeiten vor. Die Filmkunst ist nicht mehr Literatur, sie ist ein optisches Ausdrucksmittel eigener Kraft geworden.» (Rudolf Kurtz, Lichtbild-Bühne, Nr. 57, 8.3.1929)
Anmerkungen: Hintergrundinformationen:
"Fräulein Else" ist der fünfte Film, den Regisseur Paul Czinner (1890 - 1972) zusammen mit Elisabeth Bergner (1897 - 1986), seiner Lieblingsschauspielerin und späteren Ehefrau, drehte. Wie in vielen gemeinsamen Projekten von Czinner und Bergner handelt "Fräulein Else" von einer jungen Frau, die am Begehren eines älteren Mannes zerbricht. Bergner ist in all diesen Filmen die Kindfrau, fragil, in ihrer Unschuld unverletzt. Ihre männlichen Partner hingegen könnten ihre Väter sein. An dieser Fixierung auf patriarchalische Männerbilder entzündete sich immer wieder der Einspruch der Filmrezensenten, die eine zeitkritische Wirklichkeitsnähe vermissten.

Als Vorlage für den Film diente Paul Czinner die gleichnamige Novelle von Arthur Schnitzler aus dem Jahr 1924, aus der er einige Motive übernahm. So entspricht zum Beispiel Else nicht der Protagonistin, die Schnitzler erfand: Im Film ist sie sehr viel mädchenhafter und naiver als die Figur der literarischen Vorlage. Elisabeth Bergner äusserte sich im Nachhinein selbst eher skeptisch bezüglich der Verfilmungen von Schnitzlers Novelle: "Ich habe gelernt, dass nichts auf der Welt falscher ist, als 'Fräulein Else' zu verfilmen oder im Theater zu spielen. Die Else ist etwas, was nur gelesen werden darf." So waren auch die Reaktionen auf die Uraufführung von "Fräulein Else" am 7. März 1929 im Berliner Capitol Theater eher gemischt. Vor allem die freie Adaptation der Novelle sorgte für Diskussionsstoff: Die besonderen filmischen Qualitäten von Czinners Interpretation des Stoffs wurden kaum in Betracht gezogen und gewürdigt. Schnitzlers Novelle wurde übereinstimmend als "unendlich reicher. Unendlich zwischenstufiger. Unendlich heutiger" empfunden.

Dagegen wurde Elisabeth Bergner als Else gefeiert: "Das Erlebnis des Films ist der Charme der Bergner, ihr fein nuanciertes Spiel, dem der Regisseur Czinner keine Hemmungen auferlegte." Neben Elisabeth Bergner wirkten weitere hochkarätige Schauspieler wie Albert Bassermann als Dr. Thalhoff und Albert Steinrück als Herr von Dorsday mit. Letzterer starb kurz nach den Dreharbeiten.

Die Filmografie des Arbeits- und Ehepaares Bergner und Czinner, die 1933 im englischen Exil heirateten, liest sich zwischen 1924 und 1938 identisch. Nach "Nju" (1924) folgten die Stummfilme "Der Geiger von Florenz" (1925), "Liebe" (1926), "Dona Juana" (1927) und schliesslich "Fräulein Else". Mit "Ariane" drehten die beiden 1930 ihren ersten gemeinsamen Tonfilm. Nach einer Übersiedelung in die USA Ende der 30er Jahre gab es keine gemeinsamen Filmprojekte mehr. Nachdem das Paar Anfang der 50er Jahre nach England zurückgekehrt war, drehte Czinner einige Ballett- und Opernfilme.
Bergner nahm Theater-, Film- und TV-Engagements an und konnte in Deutschland zunächst auf der Bühne, schliesslich auch im Film an ihre früheren Erfolge anknüpfen. 1963 gewann die Schauspielerin für ihre Rolle der Frau Thorwald in "Die Glücklichen Jahre der Thorwalds" (1962) den Deutschen Filmpreis in Gold. Für ihr Lebenswerk erhielt das Paar, Bergner im Jahre 1965, Czinner im Jahre 1967, jeweils den Ehrenpreis des Deutschen Filmpreises. " (arte Presse)

Im Deutschen Fernsehen wurde der Stummfilm ausgestrahlt in einer restaurierten Fassung und mit einer neu produzierten Musik, die in Kooperation zwischen der Cineteca di Bologna und ZDF/Arte entstanden.

Ein Glas Wasser

Regie:   Ludwig Berger, Deutschland - 1922
Produktion: Decla-Bioscop AG., Berlin - Aufnahmeleiter: Hermann Bing - Regisseur: Ludwig Berger - Drehbuch: Adolf Lantz - Ludwig Berger - Story : Eugène Scribe play - Kamera: Erich Waschneck - Günther Krampf - Musik: Bruno Scholz - Architekt: Rudolf Bamberger - Erich Czerwonski - Hermann Warm - Darsteller: Henry Stuart - Rudolf Rittner - Helga Thomas - Franz Jackson - Lucie Höflich - Max Gülstorff - Hugo Döblin - Bruno Decarli - Mady Christians - Hans Brausewetter - Hans Wassmann -

Der Herr des Todes

Regie:   Hans Steinhoff, Deutschland - 1926
Produktion: Maxim-Filmgesellschaft Ebner & Co., Berlin - Regisseur: Hans Steinhoff - Drehbuch: Hans Szekely - Karl Rosner - Story : Karl Rosner novel - Kamera: Willy Gaebel - Hans Theyer - Musik: Pasquale Perris - Architekt: Robert Neppach - Darsteller: Ferdinand von Alten - Hedwig Pauly-Winterstein - Jenny Marba - Heinrich Peer - Eduard von Winterstein - Fritz Sohn - Simone Vaudry - Hertha von Walther - Erna Hauck -

Der Himmel auf Erden

Regie:   Reinhold Schünzel, Deutschland - 1927
Produktion: Reinhold Schünzel-Film.Produktion GmbH, Berlin - Regisseur: Alfred Schirokauer - Reinhold Schünzel Co-Regie - Drehbuch: Reinhold Schünzel - Alfred Schirokauer - Nach einer Vorlage von: Arthur Lippschütz play - Wilhelm Jacobi play - Kamera: Edgar Ziesemer - Musik: Giuseppe Becce - Architekt: Oscar Friedrich Werndorff - Darsteller: Frigga Braut - Johanna Ewald - Ellen Plessow - S.Z. Sakall - Paul Morgan - Otto Wallburg - Erich Kaiser-Titz - Emmy Wyda - Adele Sandrock - Charlotte Ander - Reinhold Schünzel - Maria Kamradek -

Die Hose - Skandal in einer kleinen Residenz

Regie:   Hans Behrendt, Deutschland - 1927
Produktion: Phoebus-Film AG, Berlin - Regisseur: Hans Behrendt - Drehbuch: Franz Schulz - Story : Carl Sternheim play - Kamera: Carl Drews - Musik: Willy Schmidt-Gentner - Darsteller: Jenny Jugo - Veit Harlan - Olga Limburg - Rudolf Forster - Werner Krauss -

Der Kampf der Tertia

Regie:   Max Mack, Deutschland - 1928
Produktion: Terra-Film AG, Berlin - Aufnahmeleiter: Rudolf Strobl - Regisseur: Max Mack - Drehbuch: Axel Eggebrecht - Max Mack - Story : Wilhelm Speyer - Kamera: Emil Schünemann - Darsteller: Erich Schönfelder - Fritz Greiner - Fritz Richard - Max Schreck - Aribert Mog - Hermann Neut Paulsen - Gustl Stark-Gstettenbaur - August Wilhelm Keese - Fritz Draeger - Karl Hoffmann - Rudolf Klein-Rohden - Ilse Stobrawa -

Lumpen und Seide

Regie:   Richard Oswald, Deutschland - 1924
Produktion: Richard Oswald-Film GmbH. Berlin - Regisseur: Richard Oswald - Drehbuch: Adolf Lantz - Heinz Goldberg - Nach einer Vorlage von: Richard Oswald - Kamera: Emil Schünemann - Mutz Greenbaum - Architekt: Kurt Richter - Darsteller: Reinhold Schünzel Max - Mary Parker Irene - Johannes Riemann Erik, Irenes Mann - Einar Hanson Werner, Eriks Bruder - Mary Kid Hilde, ein Mädchen aus dem Volke - Ferdinand Bonn Hildes Vater - Maly Delschaft Ulrike, Gesellschafterin -

Der Mädchenhirt

Regie:   Karl Grune, Deutschland - 1919
Produktion: Künstlerfilm GmbH, Berlin - Regisseur: Karl Grune - Drehbuch: Karl Grune - Beate Schach - Nach einer Vorlage von: Egon Erwin Kisch Roman - Kamera: Felix Xaver - Architekt: August Rinaldi - Karl Grune - Darsteller: Henri Peters-Arnolds Jarda - Franz Kneisel Anton Nowotny, genannt Der Schwarze Tony - Paul Rehkopf Albert Wessely - Lo Bergner Betka Dvorak - Lotte Stein Chrapots Frau - Fritz Richard Chrapot, Fischer - Friedrich Kühne - Magnus Stifter Polizeikommissar Duschnick - Rose Liechtenstein Ilonka Sereniy - Roma Bahn Luise Heil -
Inhaltsangabe : Der Prager Polizeikommissar Duschnitz ist illegitimer Vater eines jungen Mannes, der auf die schiefe Bahn gerät: Jaroslav Chrapot, genannt »der fesche Jarda«, verbringt seine Zeit mit kessen Mädels und schweren Jungs vornehmlich auf der Kampainsel. Auch betätigt er sich als »Mädchenhirt« - als Zuhälter. Um ohne Mühen ein schönes Leben zu führen, verkuppelt er sogar seine Freundin Bethka. Eines Tages schenkt die ihm verfallene Tänzerin Ilona Jarda ein wertvolles Zigarettenetui, das sich nach einer Polizeirazzia als Hehlergut erweist. Beim Verhör erkennt Kommissar Duschnitz in dem Verdächtigen seinen verlorenen Sohn. Als Jarda erkrankt, wollen die Mädchen nichts mehr von ihm wissen. Um an Geld zu gelangen, bricht er in die Wohnung seines Vaters ein. Doch er wird überrascht und setzt er sich zur Wehr... (www.cinefest.de) "Melodram um einen Zuhälter (Mädchenhirten), der der verlorene Sohn eines Polizeikommissars ist. Aus Versehen tötet er seinen Vater und geht am Ende mit seiner Gebliebten ins Wasser. Ort der Handlung ist Prag." (Rolf Thissen in "Sex verklärt", Heyne 220)
Kritiken : "Eher unbeholfen wirkt heute die Regie in Karl Grunes Erstlingswerk, dessen einzige Faszination noch die Aussenaufnahmen von Prag sind. Die träge Erzählweise des Films um gefallene Mädchen und den missratenen Sohn eines Polizeikommissars lässt das ganze Melodram zu einem recht langweiligen Groschenroman verkommen." (lhg 2007)

Rutschbahn

(Schicksalskämpfe eines Sechzehnjährigen), Regie:   Richard Eichberg, Deutschland - 1928
Produktion: British International Pictures Ltd, London - Eichberg-Film GmbH, Berlin - Produzent: Richard Eichberg - Regisseur: Richard Eichberg - Drehbuch: Adolf Lantz - Helen Gosewish - Ladislaus Vajda - Story : Clara Ratzka novel "Das Bekenntnis" - Kamera: Heinrich Gärtner - Architekt: Robert Herlth - Werner Schlichting - Darsteller: S.Z. Sakall Sam - Grete Reinwald Nadja Berischeff, eine russische Emigrantin, Boris Schwester - Erna Morena Blida - Fee Malten Heli, Blidas Tochter aus erster Ehe - Fred Louis Lerch Boris Berischeff - Jutta Jol Sonja, Helis Freundin - Arnold Hasenclever Olaf, Blidas Sohn aus erster Ehe - Harry Hardt Sten, der Gutsherr - Heinrich George Jig Hartford -

Looping the loop

(Die Todesschleife), Regie:   Arthur Robison, USA, Deutschland - 1928
Regisseur: Arthur Robison - Drehbuch: Robert Liebmann - Arthur Robison - Darsteller: Jenny Jugo - Werner Krauss - Gina Manès - Warwick Ward -

Wege zu Kraft und Schönheit

(Ein Film über die moderne Körperkultur), Regie:   Nicholas Kaufmann, Deutschland - 1924
Produktion: Universum-Film AG (UFA), Berlin - Regisseur: Wilhelm Prager - Nicholas Kaufmann - Drehbuch: Wilhelm Prager - Nach einer Vorlage von: Friedrich Wolf - Kamera: Friedrich Weinmann - Friedrich Paulmann - Eugen Hrich - Musik: Giuseppe Becce - Darsteller: Johnny Weissmuller Johnny Weissmuller - Hertha von Walther - Leni Riefenstahl - Eve Liebenberg - La Jana - Jenny Hasselqvist -
Anmerkungen: Dokumentarfilm mit Spielszenen, eine Neufassung entstand 1926 mit circa 60% neuem Material.