Lady Hamilton

Regie: Richard Oswald, , Deutschland, 1921

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Stab und Besetzung

Produktion Richard Oswald-Film GmbH, Berlin
Produzent Richard Oswald
Regisseur Richard Oswald
Drehbuch Richard Oswald
Nach einer Vorlage von Richard Oswald [Roman oder Erzählung]
Kamera Carl Hoffmann
Kamera Assistent Carl Hoffmann
Architekt Paul Leni
Hans Dreier
Kostümbild Paul Leni
Hans Dreier
Darsteller Liane Haid [Emma Lyon, spätere Lady Hamilton]
Liane Haid [Lord Nelson]
Werner Krauss [Lord William Hamilton]
Reinhold Schünzel [Ferdinand IV., König von Neapel]
Else Heims [Marie Caroline, Königin von Neapel]
Anton Pointner [Greville]
Julia Serda [Adale Nelson]
Georg Alexander [George, Prince of Wales]
Paul Bildt [Caraciollo, Minister des Königs]
Max Adalbert [1. Lazaroni]
Hugo Döblin [Dr. Graham, Kurpfuscher]
Heinrich George [Kapitän Sir John Willet Payne]
Carl Geppert [1. Friseur]
Ilka Grüning [Eine Wirtin]
Max Gülstorff [2. Lazaroni]
Georg John [1. Jacobiner]
Adolf Klein [Marineminister]
Claire Krona [Emma Lyons Mutter]
Friedrich Kühne [Tug, Oberbootsmann]
Theodor Loos [George Romney, ein berühmter Maler]
Rudolf Meinhard-Jünger [Friseur]
Käte Oswald [Jane Middleton]
Karl Platen [Kammerdiener des Königs]
Louis Ralph [Tom Kid, Matrose .]
Karl A. Römer [2. Jacobiner]
Adele Sandrock [Vorsteherin eines adeligen Stifts]
Adele Sandrock [3. Lazaroni]
Adele Sandrock [Phryne]
Adele Sandrock [Miss Arabella Kelly]
Clementine Plessner
Clementine Plessner

Technische Angaben
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Ratio: 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,, 3673 Meter, 7 Akte
Tonsystem: silent
Premiere: 20. Oktober 1921 in Berlin, Richard-Oswald Lichtspiele

Vorhandene Kopien: Kopien des Films sind erhalten

Inhaltsangabe
Die Romanverfilmung schildert das wechselvolle Schicksal des Londoner Arbeitermädchens Emma Lyon, Tochter eines Holzknechtes und einer Kuhmagd. Ihre unwiderstehliche Schönheit, die den berühmten Maler Romney zu immer neuen Bildern und Porträts begeistert, hilft Emma die zahlreichen Abenteuer auf ihrem wechselvollen Lebensweg zu bestehen. Schliesslich heiratet sie den englischen Botschafters am Hof von Neapel, Sir Hamilton, wird Freundin der Königin von Neapel und zuletzt die Geliebte des berühmten englischen Seehelden Lord Nelson. Doch als Nelson stirbt, ohne die Freundin materiell sicherzustellen, stürzt Emma Lyon in grenzenlose Armut. Die bigotte Oberschicht ignoriert das Elend der proletarischen Geliebten, und Emma Lyon wird schliesslich verhungert aufgefunden. (www.filmportal.de)

Kritiken : Lady Hamilton - Der erste Millionenfilm der Richard Oswald-Film A.-G.

«Ein Werk, das sich das Signum "Millionen-Film" beilegt, übernimmt Verpflichtungen: Verpflichtungen, nicht nur was die Herstellungskosten und den Exportgewinn, sondern was seine inneren Qualitäten betrifft, die den Kritiker allein angehen dürfen.

Dieser Film hat Leben und Lieben einer Frau von ungewöhnlicher Schönheit und ungewöhnlichem Charakter als Vorwurf. Man muss ohne weiteres attestieren, dass die Schönheit vorhanden ist. Man glaubt dieser Liane Haidt ihre magnetische Wirkung auf alles Mannsvolk. Was dagegen nicht vorhanden ist, ist der Charakter, will sagen das Menschenbildnerische; diese Schönheit bleibt immer nur – Schönheit, wird nicht Mensch, Persönlichkeit, Individuum, dessen Fühlen man mitfühlt. Ob dies Schuld der Darstellerin, ob nicht vielmehr der Regie – wer kann es heute feststellen?

Vielleicht wäre dieser Siebenakter dann (wenn nämlich die von Anfang bis zu Ende durch seine Szenen hindurchschreitende photographierte Person zur Persönlichkeit geformt wäre) ein einheitliches Ganzes, vielleicht wäre das Anorganisch-Episodische durch eine solche darstellerische Klammer zu einer dramatisch geschlossenen Einheit gebunden worden. So aber fehlt die dramatische Dynamik. Sieben Akte, aber kein – Filmdrama.

Man muss diese fundamentale Feststellung dem Autor-Regisseur Oswald gegenüber treffen, bevor man ins einzelne des Films geht, wobei man dann freilich lieber verweilt; denn da gewahrt man Perlen und Brillanten, denen man nur eben eine bessere Fassung gewünscht hätte.

Das Bildhafte dieses Films schafft eine Fülle reiner Genüsse, mögen es italienische Landschaften und Stadtbilder, mögen es Seestücke, Innenaufnahmen oder Atelierbauten sein. Paul Leni hat, das ist hier bewiesen, eine vollendete Reife als Schöpfer belebter Bilder erreicht.

Juwelen blitzen auch im Darstellerischen auf; am prachtvollsten der Lord Nelson Conrad Veidts; er formt den verstümmelten Seehelden, den grossen Mann und seine Liebe plastisch, erschütternd lebendig. Unmittelbar lebendig in seiner grotesken Vitalität auch Werner Krauss als Lord Hamilton. Schünzel als König von Neapel übertreibt die Komik vielleicht um ein paar Grade. Friedrich Kühne, Hugo Döblin und Ilka Grüning schaffen dagegen in kleineren Rollen ein paar schauspielerische Kabinettstücke, die in der Fülle der Gesichte nicht untergehen.

Alles in allem: ein Werk, das man getrost als guten Film im Rahmen der deutschen Produktion bezeichnen kann und das vielleicht nur darum ein wenig enttäuscht, weil die schwungvolle Ankündigung als "Millionen-Film" eben noch mehr zu verheissen schien.» (H. W. (= Hans Wollenberg), Lichtbild-Bühne, Nr. 43, 22.10.1921, zitiert nach www.filmportal.de)

General Information

Lady Hamilton is a motion picture produced in the year 1921 as a Deutschland production. The Film was directed by Richard Oswald, with Liane Haid, , Werner Krauss, Reinhold Schünzel, Else Heims, in the leading parts.



Literatur Hinweise Drehbuch abgedruckt in "diff - filmkundliche mitteilungen 4. Jahrgang Dezember 1971"

Hinweise auf Datenbanken
Filmportal.de 2D9B6D8728FC46D59243339660BA34F5
KinoTV Database Nr. 17953

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

Unter anderem wurde der Film bei folgenden Filmfestivals aufgeführt:

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