Der Tiger von Eschnapur

Regie: Joe May, , Deutschland, 1921

  • TV Tip:


Stab und Besetzung

Produktion May-Film AG, Berlin
Verleih Europäische Film-Allianz GmbH (EFA), Berlin
Produzent Joe May
Aufnahmeleiter Robert Wüllner
Regisseur Joe May
Drehbuch Thea von Harbou
Fritz Lang
Kamera Werner Brandes
Kamera Assistent Karl Puth
Musik Wilhelm Löwitt
Paul Dessau [Fassung von 1929]
Architekt Erich Kettelhut
Erich Kettelhut
Otto Hunte
Martin Jacoby-Boy
Kostümbild Martin Jacoby-Boy
Darsteller Olaf Fønss [Herbert Rowland]
Mia May [Rowlands Braut Irene]
Conrad Veidt [Maharadscha Ayan von Eschnapur]
Erna Morena [Maharani Savitri]
Bernhard Goetzke [Joghi Ramigani]
Lya de Putti [Tänzerin Myrrha]
Paul Richter [Englischer Offizier Mac Allan]
Karl Platen [Rowlands Diener]
Hermann Picha [Professor Leyden]
Wilhelm Diegelmann [Kapitän]
Louis Brody [Schwarzer Diener]
Georg John [Büsser]
Max Adalbert
Maria Forescu
Wolfgang von Schwindt

Technische Angaben
Drehort resp. Ateliers: May-Film-Gelände Woltersdorf
Kategorie: Langspiel Film
Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,, 2534 Meter, 7 Akte
Tonsystem: silent
Premiere: 17. November 1921 in Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Inhaltsangabe
Als Irene ihren Mann wiedersehen will, erfährt sie von Yoghi Ramigani, dass er als Aussätziger verbannt wurde. Um ihren Verlobten zu retten, will sie sich selbst opfern, doch da heilt Ramigani ihn im Tempel der Gottheit vor ihren Augen.

Mac Allan ist es inzwischen gelungen, aus dem Kerker in die Gemächer von Irene und Rowland zu fliehen. Als der Fürst ihn dort findet, lässt er ihn durch den Tigerhof führen, mit dem Versprechen, dass ihm nichts geschieht. Aber kurz darauf wird der englische Offizier von den Tieren getötet. Nun konzentriert sich die Rache des Maharadscha ganz und gar auf seine Gemahlin, die Betrügerin. Um sie zu retten, fliehen Rowland und Irene mit ihr ins Gebirge. Doch sie werden entdeckt, und die Fürstin stürzt sich in die Tiefe. Neben ihrer Leiche bricht der Fürst zusammen. Rowland beginnt nun endlich mit dem Bau des Grabmals. Der Fürst, der an seiner Rache zerbrochen ist, verbringt sein Leben von nun an als Büsser auf den Stufen des Grabmals der über alles geliebten Frau. (www.filmportal.de)

Kritiken : Der Tiger von Eschnapur

Der zweite Teil des großen May-Filmes "Das indische Grabmal", der am vorigen Sonnabend im Ufapalast zum ersten Male vorgeführt wurde, macht einen weit stärkeren Eindruck als der erste. Es zeigt sich, daß diejenigen Kritiker Recht hatten, die die Verteilung des Filmes auf zwei Abende für den Grundfehler hielten. Die Schwächen des Manuskripts wird zwar auch dieser zweite Teil nicht los. Die Regie Joe Mays muß deshalb Ersatz in starken Einzeleffekten suchen und tut dies mit Erfolg.

Der Film zeigt ein paar Bilder, die einfach meisterhaft wirken. So die Szene, in der die Tiger den gefangenen Mac Allan anspringen. Die Krokodile, die den kühnen Tamilen noch vom Rand des Bootes in die Tiefe zerren. Der Hof der Aussätzigen. Der stumme Kampf zu beiden Seiten der Schlucht, der mit dem freiwilligen Absturz der Fürstin endet. Und vor allem das grandiose Schlußbild des Riesengrabmals, dessen Stufen die winzigen Menschlein herabsteigen. Hier scheint mir tatsächlich der Höhepunkt dieses Films erreicht, auf dem die in ihn gesetzten Erwartungen sich einen Augenblick restlos erfüllen. Von hoher menschlicher Schönheit der Zusammenbruch des Fürsten an der Leiche der noch immer heiß geliebten Frau. Dazwischen Theater kalter Pracht – namentlich die ganze überflüssige Opferszene vor dem Gotte der Büßer mit dem schmalzigen Schluß: "Dein Opfer sollte mich zu deinem Gotte machen! Im Opferrausch deiner Seele wollte ich genesen ....!" – oder Passagen von unnötiger Länge, die nach der Schere schreien.Von den Darstellern kehrt Conrad Veidt in den Schlußbildern zu der an ihm gewohnten reinen Kunst des Zitternd-Menschlichen zurück. Mia May hat im ganzen günstigere Momente als in ihrem unbeteiligten Spiel des ersten Teils und weiß stellenweise mit sich fortzureißen. Eine reife, geschlossene Leistung ist die schweigsame, furchtgebogene Mirjka Lia de Puttis. Die Photographie ist, wie im ersten Teil, einwandfrei. » (A. F., Der Film, Nr. 48, 27.11.1921, zitiert nach www.filmportal.de)

General Information

Der Tiger von Eschnapur is a motion picture produced in the year 1921 as a Deutschland production. The Film was directed by Joe May, with Olaf Fønss, Mia May, Conrad Veidt, Erna Morena, Bernhard Goetzke, in the leading parts.



Hinweise auf Datenbanken
Filmportal.de 6B21CCF5C55244D1997FE182F0952D1Acredits,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,.html
KinoTV Database Nr. 31837

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

Disclaimer
Die obenstehenden Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben den Informationsstand unserer Datenbanken zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung an. Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, Rechtsansprüche aus falschen oder fehlenden Angaben werden ausdrücklich abgelehnt.
     Auf Grund der aktuellen Rechtssprechung in einigen Ländern kann derjenige haftbar gemacht werden, der auf Adressen verweist, die möglicherweise einen strafbaren Inhalt verbreiten oder auf strafbare Inhalte und Seiten weiterverweisen, es sei denn, er schliesst eindeutig eine solche Haftung aus. Unsere angeführten Links sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, dennoch können wir in keiner Weise für die Inhalte der von uns aufgeführten Links und Webseiten irgendwelche Haftung übernehmen. Wir geben diese Erklärung sinngemäss für alle Länder und alle Sprachen ab.
     Soweit nicht anderweitig gekennzeichnet sind Fremdzitate im Rahmen des üblichen Zitatenrechts mit Kennzeichnung der Quellen aufgenommen. Das Copyright dieser Zitate liegt bei den Autoren. - Der Tiger von Eschnapur (1921) - KinoTV Movie Database (M) Check Page Rank Pagerank Anzeige