Александр Невский

Alexander Nevsky

Режиссер: Sergej Mikhailovich Eisenstein, СССР, 1938

СССР, 1938
Plakatmotiv Александр Невский, © Mosfilm


коллектив и артисти

Производство Мосфилм
Режиссер Сергей Еисенстейн
Ассистент режиссёра Борис Иванов
Н Маслов
Сергей Дмитриевич Вассилиев
Сценарист Сергей Еисенстейн
Оператор Едуард Тиссе
Композитор Сергей Прокофиев
Tonmeister Владимир Попов
Актеры Николай Черкасов [Алеxандер Невскы]
Николай Арский [Дер Бояр фон Новгород]
Александра Данилова [Василиса - а Майд оф Псков]
Андрей Абрикосов [Гаврило Олеxич]
Сергейй Блиннков [Дер Веррäтер Твердило]
Анна Данилова [Василиса]
Лев Фенин [Бисчофф]
А Гулковский [Риттер]
Вера Ивачева [Ольга]
Иван Клюквин [(нет в титрах)]
Иван Лагутин [Мöнч Ананий]
Варвара Массалитинова [Муттер фон Буслайй]
Наум Рогожин [Дер Счварзе Мöнч]
Наум Рогожин [Риттер]
Наум Рогожин [Вон Балк]

техни́ческие показа́ния
Типология: Формат: 35 mm - черно-белый,Lenght: 108 minutes
звуковая система: mono
Первый скрининг: 23. ноября 1938 года in Moskau
Szenenphoto aus Александр Невский, © Mosfilm

резюме (на немецком языке)
Russland 1242. Das Land leidet noch unter der Okkupation durch die Mongolen, da dringen schon neue Eroberer vor. Die Deutschen Ordensritter überziehen die von ihnen besetzten Gebiete mit Terror. Ihr Anführer, der Magister (Wladimir Jerschow), lässt sogar Babys auf den Scheiterhaufen werfen. Die Bevölkerung bittet den tapferen Fürsten Alexander Newski (Nikolai Tscherkassow) um Hilfe, der sich als Fischer aufs Land zurückgezogen hat. Er soll von der letzten noch freien Stadt Nowgorod aus das russische Heimatland retten. Während sich die Händler der Stadt von den Besatzern freikaufen wollen, empfangen die Bewohner Newski unter grossem Jubel. Auch die Freunde Wassili Buslai (Nikolai Ochlopkow) und Gawrilo Olexitsch (Andrej Abrikossow) schliessen sich seinem Freiwilligen-Heer aus Bauern und Bürgern an. Die schöne Olga (Walentina Iwaschowa) hat versprochen, den Tapfersten von ihnen zu heiraten. Am zugefrorenen Peipus-See stossen sie auf das überlegene Heer der Besatzer. Alexander Newski lässt sie durch einen Angriff von zwei Seiten in die Zange nehmen, wobei es zum erbitterten Gefecht kommt Der Spassvogel und frühere Waffenschmied Ignat (Dimitri Orlow) verschont einen besiegten Gegner, der ihn heimtückisch tötet. Buslai und Olexitsch treffen in den Wirren des Kampfes auf die tapfere Wassilissa (Alexandra Danilowa), die den Tod ihres Vaters rächen will. Da wird Olexitsch plötzlich schwer verwundet. Newskis Truppen drängen die Ordensritter zurück auf den See, dessen Eisfläche zu brechen beginnt.... (ARTE Presse)

Szenenphoto aus Александр Невский, © Mosfilm
рецензия (на немецком языке): "Der politische Vorwand ( Die Sammlung des sovjetischen Volkes unter Stalin zum Kampfe gegen Hitler ) gibt Eisenstein die Mittel, einen historischen Film über den russischen Feldherren Alexander Nevskij zu schaffen, der im Jahre 1242 das Heer der Deutschritter besiegte. Nicht so wie in "Panzerkreuzer Potemkin" sich die Aussage der einzelnen Szenen zum Schluss hin steigert, ist der Film eher ein breites episches Gemälde, sorgfältig zusammengestellt durch kurze Sequenzen. Prokofjevs Musik machte den Film überall bekannt und zählt zu den "klassischen" Filmmusiken." (lhg)

"Gerühmt in jeder Filmgeschichte, in allen filmtheorethischen Werken wegen der "Schlacht auf dem Eis", kommt dieses Werk Eisensteins nach 28 Jahren endlich zu uns. Es ist sicher kein Zufall, dass es zwei Jahre vor dem Einfall der Deutschen in Russland gedreht wurde, und beklemmend sind die Parallelen, die sich aus der Vernichtung der Ordensritter im Jahre 1242 und dem Schicksal der Deutschen Armeen 1941-45 ergeben. "Alexander Newski war für Eisenstein ein Werk der Reife, in dem sich die Neigung zum "Kontrapunkt" entfalten konnte, die seit seinen Anfängen für ihn charakteristisch war. Er wollte eine neue Gattung schaffen, vergleichbar dem, was auf dem Theater die grosse Oper ist, die Vereinigung von Erzählung, Musik, Gesang, Darstellung, Schauspielern, Dekoration und Maschinerie" (Georges Sadoul, Geschichte der Filmkunst)

"Man muss darauf verzichten, den Film Eisensteins um die Gestalt des russischen Nationalhelden als geschichtliche Rekonstruktion zu betrachten. Es handelt sich ganz eindeutig um den Versuch eines künstlerischen Epos. Dabei laufen allerdings aktuelle politische und antireligiöse Tendenzen mit, welche die künstlerische Wirkung des Films beeinträchtigen. Die Art, wie Eisenstein (wohl unter Druck) zur Mobilisierung des russischen vaterländischen Gefühls beiträgt, wirkt gelegentlich peinlich, vor allem in der Karikierung der Geistlichen auf seiten der Deutschordensritter. Indes erscheinen letztere Gestalten sosehr als Popanzen ohne historische und psychologische Individualität, dass man - besonders aus dem Abstand der Jahre (und ohne die demagogische Wirkung unterschätzen zu wollen) - die eigentliche Absicht Eisensteins würdigen kann. Sein Sinn für überindividuelle, mythische Lebenszusammenhänge erspürte in den Ereignissen um Alexander Newsky die Möglichkeit, Urgegebenheiten der Geschichte künstlerisch zu beschwören. Dass er die im Film sonst so seltene epische Form wählen konnte, setzt ein noch mittelalterliches russisches Gemeinschaftsgefühl und -streben voraus, das bei uns im Westen weitgehend erloschen ist. Der Betrachtung würdig auch, wie unverkennbar die Gestalt des Helden die Züge eines - bis in den Marxismus hinein wirksamen - Messianismus trägt, der Rettung erwartet von einem volks- und landverbundenen Berufenen. Er ist friedliebend, greift nur in der allgemeinen Not zum Schwert, strahlt dann aber eine Kraft aus, die ihn als Werkzeug eines höheren Willens ausweist. - Was die oft gerühmten formalen Werte des Werkes betrifft, so sei erinnert an die weitgehend statischen Einstellungen mit ihrer grossen plastischen Schönheit, an die äusserst berechnende Montage in ihrem Crescendo und Decrescendo und an die der Bildgestaltung gleichwertig an die Seite tretenden Musik Prokofieffs. Alle diese Elemente ergeben jenes hohe epische Pathos, um dessentwillen der Film zu bleiben verdient. (SB in "Der Filmberater")

"Sergei Eisenstein's pulsating historic spectacle has Nicolai Cherkassov as the impassive medieval warrior who conquered barbarian hordes in a battle on the ice (photographed in summer heat by Eduard Tisse) at Nijni-Novgorod. The splendid action sequences uses music by Prokoviev in place of natural sound." (Leslie Halliwell, the Filmgoer's Companion)
Примечания (на немецком языке): "Es war eine Hölle, diesen Film in solch kurzer Zeit zu machen" (Eisenstein in einem Brief an Jay Leyda)

"Sergej Eisenstein drehte seinen dramatischen Kriegsfilm als Propaganda gegen das aufrüstende Nazi-Deutschland und nahm darin die Schrecken des Russlandfeldzuges vorweg (Schlacht am Peipus-See). Nach dem deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakt von 1939 wurde der Film aus dem Verleih genommen, aber nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1941 wurde er bevorzugt wieder eingesetzt. In Westdeutschland wurde die Vorführung nach dem Krieg verboten. In Filmclubs und Universitäten kursierte nur eine verkürzte antikommunistische Fassung, in der die Russen als Aggressoren dargestellt wurden. Erst 1966 wurde Eisensteins grandioses Epos über den russischen Nationalhelden öffentlich aufgeführt. Zwei Filme machen Sergej Eisenstein unsterblich: Sein erster, 'Panzerkreuzer Potemkin' (1925), der seinen Ruhm begründet, und sein letzter, anderthalb Jahre später gedrehte, 'Iwan, der Schreckliche' (1944), der den Anfangsruhm krönt. Als Eisenstein debütierte, war er 27 Jahre alt und ahnte nicht, wie sehr dieser Film und seine ungewöhnliche Bildmontage die Geschichte der Kinematographie beeinflussen sollte. Nach Jahren national-historischer Sujets und eines Auslandsaufenthaltes hatte Eisenstein noch viele künstlerische Ambitionen. Zu Iwan II kam es nicht mehr. Sergej Eisenstein starb am 11. Februar 1948 an den Folgen eines Herzinfarkts." (mdr Presse)

"
Die Zusammenarbeit zwischen Eisenstein und Sergej Prokofjew bei diesem Film ist unbestritten eine der glücklichsten Fügungen der russisch-sowjetischen Filmgeschichte und etablierte einen Standard, der bis dahin kaum in der Filmmusik erreicht worden war. Schon einmal war Prokofjew, der in den 20er Jahren vorwiegend im Ausland gelebt und gearbeitet hatte, für eine Filmsinfonie - für einen nicht realisierten Eisenstein-Film - von oberster staatlicher Stelle vorgesehen worden. 1938 ergab sich erstmalig die Gelegenheit zur Zusammenarbeit: Eisenstein hatte nach langen Querelen mit der Filmbehörde endlich wieder die Möglichkeit für ein Filmprojekt erhalten - ein patriotischer Film über den Kampf des russischen Volkes gegen seine Invasoren und ein ideales Sujet angesichts der akuten aussenpolitischen Bedrohung der Sowjetunion durch das Hitler-Regime. Mit ungeheurer Energie arbeitete Eisenstein an dem Film, den er von vornherein mit viel Musik konzipiert hatte; sein Ziel war, ihn noch vor Ende des Jahres herauszubringen. Prokofjew stand erst ab Mai zur Verfügung. Er war gerade von einer grossen Konzerttournee zurückgekommen, die ihn von Januar bis April 1938 in die USA geführt hatte, wo er zuletzt auch in Hollywood war. Einer der Anlässe: Walt Disney hatte einen Zeichentrickfilm nach Prokofjews sinfonischem Märchen "Peter und der Wolf" gedreht, und der Komponist nahm dabei die Gelegenheit wahr, sich aktuell über die technische Ausstattung des US-amerikanischen Tonstudios für Musikaufnahmen zu informieren.

Die Dreharbeiten begannen am 5. Juni 1938, seine Uraufführung erlebte der Film am 1. Dezember 1938, überliefert ist die Reaktion Stalins: "Sergej Michailowitsch, du bist im Grunde ein guter Bolschewik." Nach dem Nichtangriffs-Pakt zwischen Stalin und Hitler wurde der Film neun Monate nach seiner Uraufführung aus den Kinos zurückgezogen - um dann aber, nach dem überfall der Deutschen auf die Sowjetunion im Juni 1941 sofort wieder als Mobilisierungsinstrument eingesetzt zu werden.

Zur Musik:

Prokofjew hat eine explizit russische, gleichwohl zeitgemässe Musik geschrieben, die, wie er selbst sagt, "in der Lage ist, der Fantasie des Zuschauers genügend Nahrung zu geben. Daher erschien es erheblich vorteilhafter, sie nicht in der Gestalt zu bringen, wie sie wirklich zu Zeiten der Schlacht auf dem Eissee geklungen hat, sondern in der Gestalt, wie wir sie uns heute vorstellen." Die Musik verbreitet mit ihren Anklängen an russische Volksmusik das notwendige Lokalkolorit. Sie folgt, wie es auch der Tektonik des Filmes entspricht, einer Dramaturgie der Gegenüberstellung von zwei dominanten Motivbereichen, dem russischen und dem teutonischen. Den visuellen entsprechen exakt die musikalischen Ausdrucksmittel: der bildlichen Karikierung der feindlichen Invasoren folgen starke, aggressive und mechanisch-monotone Rhythmen. Spektakulärer Höhepunkt des Films ist die "Schlacht auf dem Eissee", die im Film gut 25 Minuten dauert und die alle bis dahin entwickelten musikalischen Themen sinfonisch durcharbeitet und zu einem einheitlichen Klangkomplex vereint. Die Schlacht ist wie ein Ballett gebaut, die Szenen hart aneinandergeschnitten, im Bild wie im Ton.

Für die Rekonstruktion der Musik wurden eine umfassende Revision von Originalmanuskript und weiteren Skizzen aus der Hand des Komponisten vorgenommen. Das handschriftliche Material wurde Schritt für Schritt aufgearbeitet, um Filmton und Manuskript aufeinander abzustimmen und interpretatorisch in Einklang zu bringen. Orientiert am überlieferten Filmton konnten die einzelnen Partiturteile in eine filmologische Reihenfolge gebracht werden und so weit wie möglich ergänzt werden." (ARTE Presse)

General Information

Александр Невский is a motion picture produced in the year 1938 as a СССР production. The Film was directed by Sergej Mikhailovich Eisenstein, with Nikolaj Cherkasov, Aleksandra Danilova, Nikolaj Arskij, Sergeij Blinnkov, Ivan Kljukvin, in the leading parts.

библио графия Fernando di Giammatteo, 100 film da salvare, Mondadori Milano 1978, pg 164ff;
Film Ideal # 145, pg 489;
Georges Sadould, Dictionnaire des Films, Paris 1965, pg 10;
Reclam Filmführer pg 28;

Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:

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