Die Lieblingsfrau des Maharadscha, 3. Teil

Regie: Max Mack, , Deutschland, 1921

    Plakatmotiv Die Lieblingsfrau des Maharadscha, 3. Teil, © Projektions-AG Union (PAGU)

    Stills and posters © Projektions-AG Union (PAGU)


    Stab und Besetzung

    Produktion Projektions-AG Union (PAGU)
    Regisseur Max Mack
    Drehbuch Adolf Droop
    Marie Luise Droop
    Kamera Günther Krampf
    Architekt Stefan Lhotka [Unter dem Namen Professor Lhotka]
    Darsteller Aud Egede-Nissen [Ellen, eine Künstlerin]
    Adolf Klein [Ein Maharadschah]
    Fritz Kortner [Bhima, Naradas Bruder]
    Erna Morena [Sangia, eine Indierin]
    Albert Paulig [Ein Hotelportier]
    Emil Rameau [Naradas Vater]
    Eduard Rothauser [Martino, Impresario]
    Gunnar Tolnæs [Narada, Maharadscha von Odhapur]
    Leopold von Ledebur [Der Konsul]

    Technische Angaben
    Kategorie: Langspiel Film
    Technische Info: Format: 35 mm, 1:1,33 - Ratio: 1:1,33 - Schwarz-Weiss Film,, 1952 Meter, 5 Akte
    Tonsystem: silent
    Premiere: 21. Januar 1921 in
    Erstzensur: Berlin 11. Januar 1921 No B.1055 Entscheid: Jugendverbot
    Szenenphoto aus Die Lieblingsfrau des Maharadscha, 3. Teil, © Projektions-AG Union (PAGU)
    Kritiken : "Der Film müsste eigentlich heissen: "Die Lieblingsfrauen des Maharadsch" (Plural), den die Favoritin des dritten Teils ist eine andere als die des ersten, und bei dem Haremsbedarf des edlen Inderfürsten ist anzunehmen, dass sie auch im zweiten Teil eine weitere Vorgängerin hatte.
    Diesmal ist die Erkorene eine Tänzerin, Ellen Esmond, die der Maharadscha in London kennenlernt. Im Savoy-Hotel, in dem die beiden logieren, machtihn der Zufall zum Beschützer Ellens, die sich vor den Zudringlichkeiten eines Theateragenten flüchtet. Als er hört, dass sie Tänzerin ist, bittet er sie, am Abend seine Gäste zu erfreuen, unter denen sich auch der britische Resident von Indien befindet. Der Maharadschah ist entzückt von Ellens Kunst und Schönheit. Aberauch sein Bruder Bhima, der, seine REliion nicht achtend, dem Trunke huldigt und auch sonst eine schlimmer Geselle ist, wird von Leidenschaft zu ihr ergriffen. Sie flüchtet sich vor seiner Zudringlichkeit zu dem Maharadscha, der sie falsch versteht und sie für zu entgeenkommend hält.
    Ein Telegramm beruft ihn am nächsten Tage ab, ehe Ellen das Missverständnis aufklären konnte. Seine Abreise bringt ihr ihre Liebe zu ihm zum Bewisstsein. Sie entsinnt sich einer Einladung des indischen Residenten und fährt kurz entschlossen nach Indien. Beim Residenten trifft sie Prinz Bhima, ders ich bei ihr über sein damaliges Benehmen entschuldigt und sich gern bereit erklärt, sie zu seinem Bruder zu führen. Er betäubt sie aber hinterrücks, lässt sie entkleiden, in die Gewänder einer Bajadere stecken und bietet sie dem Maharadscha als Sklavin an. Dieser ist entsetzt, als im so der letzte Glaube an ihre Reinheit genommen wird. Er gebietet ihr, zu tanzen. Da nimmt Ellen seinen Doch aus seinem Gürtel: lieber sterben, als die Schande zu ertragen. Gerührt und bekehrt entwindet er ihr den Dolch und schliesst sie in die Arme. Der böse Bhima soll seine Strafe finden und von den Löwen zerrissen werden, es sei denn, dass jemand für ihn bittet. Seine Retterin wird Sangia, die Lieblingssklavin des Maharadscha. Auch ihr hatte Bhima einst grosses Leid zugefügt, aber sie verzeiht und will ihn durch Liebe zu einem besseren Menschen machen (was bei dem bösen Trunkenbold, als den ihn Kortner charakterisisierte, allerdings ein ziemlich aussichtsloses Bestreben scheint).
    Der Schluss ist die schwächste Stelle. Das Manuskript, das im Anfang erträglich ist und so etwas wie orientalische Märchenstimmung schafft, entgleist zum Schluss bedenklich in kitschige Sentimentalität und von Edelmut triefende Grossmütigkeit. Das wird dem Film, der im übrigen ja keine literarischen Ambitionen hat, aber weiter keinen Abbruch tun, und der Erfolg des dritten Teils wird nicht geringer sein als der der beiden ersten. Die Ausstattung, die bei diesem Film (...[Textfehlstelle]...) mantel wieder eine sehr vorteilhafte Figur macht und auch weiter der Traum aller romantische veranlagten Backfischherzen bleiben wird, schuf Fritz Kortner als Bhima eione äusserst markante Gestalt von verblüffend echtem orientalischen Typ. Er ist heute einer der besten, der allerbesten Kinoschauspieler, der mit fabelhafter Anpassungsfähigkeit und glänzender Mimik und Maske in jeder Rolle retslos aufgeht. Neben ihm wäre noch Herr von Ledebour zu nennen, der als Theateragent eine famose Charaktertype schuf. Die weiblichen Hauptrollen vetraten Aud Egede Nissen als Ellen und Erna Morena als Sangia, beide sehr wirkungsvoll.
    Der Film hat, wie noch zum Schluss bemerkt sei, gar keinen Zusammenhang mit den ersten beiden Teilen und kann ganz unabhängig für sich allein bestehen». (Kinematograph Nr. 728)

    Die Lieblingsfrau des Maharadscha, 3. Teil ist ein Film, der im Jahr 1921 in Deutschland produziert wurde. Regie führte Max Mack, mit Albert Paulig, Erna Morena, Aud Egede-Nissen, Emil Rameau, Eduard Rothauser, in den wichtigsten Rollen. Der Film hatte am 21. Januar 1921 seine Premiere. Zur Zeit haben wir keine Inhaltsangabe zu diesem Film;



    Literatur Hinweise Der Kinematograph, Nr. 728, 30. Jan. 1921

    Referenzen zum Film in anderen Datenbanken:


    Disclaimer
    Die obenstehenden Informationen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern geben den Informationsstand unserer Datenbanken zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung an. Alle Angaben sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, Rechtsansprüche aus falschen oder fehlenden Angaben werden ausdrücklich abgelehnt.
         Auf Grund der aktuellen Rechtssprechung in einigen Ländern kann derjenige haftbar gemacht werden, der auf Adressen verweist, die möglicherweise einen strafbaren Inhalt verbreiten oder auf strafbare Inhalte und Seiten weiterverweisen, es sei denn, er schliesst eindeutig eine solche Haftung aus. Unsere angeführten Links sind nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, dennoch können wir in keiner Weise für die Inhalte der von uns aufgeführten Links und Webseiten irgendwelche Haftung übernehmen. Wir geben diese Erklärung sinngemäss für alle Länder und alle Sprachen ab.
         Soweit nicht anderweitig gekennzeichnet sind Fremdzitate im Rahmen des üblichen Zitatenrechts mit Kennzeichnung der Quellen aufgenommen. Das Copyright dieser Zitate liegt bei den Autoren. - Die Lieblingsfrau des Maharadscha, 3. Teil (1921) - KinoTV Movie Database Check Page Rank Pagerank Anzeige